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Stromfresser im Haushalt: Verbrauch erkennen & senken

Stromfresser im Haushalt sind Geräte oder Verhaltensweisen, die überproportional viel elektrische Energie verbrauchen – oft unbemerkt, manchmal rund um die Uhr. In einem durchschnittlichen deutschen Privathaushalt entstehen dadurch jährlich Kosten von mehreren hundert Euro, die sich durch gezielte Maßnahmen erheblich reduzieren lassen. Dieser Artikel zeigt, welche Geräte wirklich ins Gewicht fallen, wie man sie erkennt und was konkret dagegen zu tun ist.

Kurz zusammengefasst

Seiteninhalt

Die größten Stromfresser in deutschen Haushalten sind Heizgeräte, alte Kühlschränke, Wäschetrockner und Geräte im Standby-Modus. Mit einem Strommessgerät lassen sich einzelne Verbraucher messen. Gezielte Verhaltensänderungen und moderne Energieeffizienzklassen senken den Jahresverbrauch deutlich.

Wichtiger Hinweis

Strompreise schwanken regional und zeitlich. Alle Berechnungen in diesem Artikel basieren auf einem Referenzpreis von 30 Cent pro kWh – einem realistischen Durchschnittswert für deutsche Haushalte Stand 2024. Individuelle Tarife können abweichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Heizgeräte und Warmwasserbereitung machen den größten Anteil aus
  • Alte Kühlschränke verbrauchen bis zu dreimal mehr als moderne A-Geräte
  • Standby kostet deutsche Haushalte im Schnitt 60–100 € pro Jahr
  • Ein Strommessgerät kostet ab 10 € und amortisiert sich innerhalb von Wochen
  • LED-Lampen sparen gegenüber Halogen bis zu 80 % Energie
  • Smart-Home-Steckdosen ermöglichen automatisches Abschalten ohne Komfortverlust
MK
Markus Kellner
Energieberater, 14 Jahre Praxiserfahrung in Wohngebäude-Analyse und Haushaltsoptimierung

„Die meisten Menschen sind überrascht, wenn sie ihr erstes Strommessgerät anschließen. Nicht der Fernseher ist das Problem – es ist der alte Kühlschrank aus 2003, der still und unbemerkt im Keller läuft und jeden Monat 8 Euro kostet. Bewusstsein ist der erste Schritt.“

Was sind Stromfresser im Haushalt?

Stromfresser sind Geräte, deren Energieverbrauch im Verhältnis zu ihrem Nutzen oder ihrer Nutzungsdauer unverhältnismäßig hoch ist.

Der Begriff ist keine technische Definition, sondern ein alltagstaugliches Konzept. Entscheidend ist das Verhältnis: Ein Backofen zieht zwar viel Leistung, läuft aber selten länger als eine Stunde. Ein alter Kühlschrank hingegen läuft 8.760 Stunden im Jahr – und macht dabei kaum auf sich aufmerksam. Genau diese Dauerhaftigkeit unterscheidet echte Stromfresser von Geräten mit hoher Nennleistung.

Auch der Standby-Betrieb gehört in diese Kategorie. Viele Haushalte haben 20 oder mehr Geräte, die permanent im Bereitschaftsmodus laufen – Router, Fernseher, Spielkonsolen, Ladegeräte. Einzeln betrachtet wirken diese Werte harmlos. In der Summe und über ein Jahr gerechnet ist das spürbar.

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Wie viel Strom verbrauchen deutsche Haushalte durchschnittlich?

Ein durchschnittlicher 2-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht rund 2.500 kWh pro Jahr, ein 4-Personen-Haushalt etwa 4.000 kWh.

Diese Werte des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sind Orientierungsgrößen – die reale Spanne ist enorm. Haushalte mit Elektroheizung, älteren Geräten oder eigenem Elektroauto liegen deutlich darüber. Wer dagegen konsequent auf LED, moderne Geräte und bewusstes Verhalten setzt, kann als Einpersonenhaushalt auf unter 1.000 kWh kommen.

Welche versteckten Stromfresser gibt es im Haushalt?

Zu den häufig unterschätzten Verbrauchern zählen Zweitkühlschränke, Set-Top-Boxen, ältere WLAN-Router, Aquarien und Infrarot-Heizplatten.

Besonders tückisch: Geräte, die in Nebenräumen oder Kellern stehen. Ein alter Gefrierschrank im Keller, den man „auch mal braucht“, kann mehr als 300 kWh pro Jahr ziehen. Ähnliches gilt für dekorative Beleuchtung, die täglich viele Stunden brennt, oder für Kabelboxen mancher Anbieter, die im Stand-alone-Betrieb kaum abschalten.

Expert Insight

Aquarien sind ein klassisches Beispiel für unterschätzte Dauerlast: Pumpe, Heizung und Beleuchtung zusammen können problemlos 500–800 kWh im Jahr verbrauchen – mehr als ein moderner Kühlschrank und Gefrierschrank zusammen.

Wie erkenne ich Stromfresser in meiner Wohnung?

Der schnellste Weg: Ein Strommessgerät an die Steckdose, Verbrauch über 24 Stunden messen, auf Jahreskosten hochrechnen.

Wer keinen direkten Vergleich hat, unterschätzt regelmäßig, welche Geräte tatsächlich ins Gewicht fallen. Eine hilfreiche Methode: Alle Geräte einer Kategorie auflisten, Leistungsaufnahme (auf dem Typenschild oder in der Bedienungsanleitung) notieren und mit der täglichen Laufzeit multiplizieren. Dann ergeben sich klare Prioritäten.

Welche Geräte verbrauchen auch im Standby-Modus viel Strom?

Fernseher, Spielkonsolen, Hifi-Anlagen, Drucker und ältere Set-Top-Boxen verbrauchen im Standby oft mehr als 5 Watt – das kostet pro Gerät bis zu 13 Euro jährlich.
Gerät Typischer Standby (Watt) Kosten/Jahr (30 ct/kWh)
Ältere Spielkonsole 1 – 8 W 2,60 – 21 €
Fernseher (LED, mittelgroß) 0,3 – 2 W 0,80 – 5 €
Set-Top-Box / Receiver 5 – 15 W 13 – 39 €
Hifi-Anlage (älter) 5 – 20 W 13 – 52 €
Drucker 3 – 6 W 8 – 16 €
Mikrowelle (Display aktiv) 2 – 3 W 5 – 8 €

Wie messe ich den Stromverbrauch einzelner Geräte?

Ein handelsübliches Strommessgerät liefert den Verbrauch in Watt und kWh in Echtzeit – einfach zwischen Steckdose und Gerät stecken.

Das Gerät zeigt Wirkleistung, Spannung und oft kumulierten Verbrauch über Stunden und Tage. Die Messung sollte mindestens 24 Stunden laufen, bei Kühlschränken besser 72 Stunden – denn der Kompressor taktet und verfälscht kürzere Messungen. Viele Nutzer sind nach der ersten Messung ehrlich überrascht.

Welche Strommessgeräte eignen sich für den Haushaltsgebrauch?

Bewährt haben sich Geräte von Brennenstuhl, Voltcraft oder das günstige Modell „PM231E“. Alle liegen unter 25 Euro und messen mit ausreichender Genauigkeit für Haushaltsanwendungen. Wichtig: auf Geräte mit kWh-Kumulierung achten, nicht nur auf Watt-Anzeige.

Wie viel kostet ein Strommessgerät?

Einfache Modelle gibt es ab rund 10 Euro. Geräte mit Display, Kostenfunktion und Speicher kosten 15–25 Euro. In keinem Fall eine große Investition – wer damit einen 80-Euro-Stromfresser aufdeckt, hat die Kosten in wenigen Wochen wieder drin.

Welche Haushaltsgeräte sind die größten Stromfresser?

Heizgeräte, Warmwasserbereitung, Kühl- und Gefriergeräte sowie Wäschetrockner dominieren den Jahresverbrauch in deutschen Haushalten.

Wie viel Strom verbraucht ein alter Kühlschrank?

Ein Kühlschrank aus dem Jahr 2000 bis 2005 kann leicht 300–500 kWh pro Jahr verbrauchen. Aktuelle Modelle kommen mit 100–150 kWh aus. Der Unterschied kostet über ein Jahrzehnt gerechnet mehrere hundert Euro – der Austausch rechnet sich in vielen Fällen schon nach drei bis fünf Jahren.

Wie viel Strom verbraucht ein Gefrierschrank im Jahr?

Moderne Gefrierschränke (200 Liter, Klasse E oder besser) verbrauchen 100–200 kWh. Ältere Modelle über 15 Jahre können das doppelte oder dreifache erreichen, vor allem wenn die Türdichtung nicht mehr schließt oder Eisschichten die Kühleffizienz reduzieren.

Warum verbrauchen Wäschetrockner so viel Strom?

Konventionelle Kondensationstrockner benötigen pro Trocknung 2–3 kWh. Wer dreimal pro Woche trocknet, summiert das auf über 300 kWh im Jahr. Wärmepumpentrockner (aktuell Klasse A) kommen mit rund 1–1,5 kWh aus – also fast die Hälfte weniger. Das ist der größte technologische Hebel bei Haushaltsgroßgeräten.

Wie hoch ist der Stromverbrauch einer Waschmaschine pro Jahr?

Bei vier Waschgängen pro Woche und einem Verbrauch von 0,8–1 kWh pro Waschgang kommt man auf 160–210 kWh jährlich. Kaltwäsche (30°C) statt 60°C spart dabei bis zu 40 % des Energieverbrauchs pro Waschgang – ohne spürbare Qualitätseinbußen bei moderner Waschmittelchemie.

Wie viel Strom verbraucht ein Geschirrspüler?

Effizienzklasse A: etwa 0,7–1 kWh pro Spülgang. Bei täglichem Betrieb rund 260–365 kWh pro Jahr. Öko-Programme und Eco-Modi sind dabei deutlich sparsamer als Intensivprogramme – und erzielen laut Verbrauchertests identische Reinigungsleistung.

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Welche Heizgeräte sind besonders stromintensiv?

Elektroheizungen, Heizlüfter, Durchlauferhitzer und Nachtspeicherheizungen gehören zu den größten Einzelverbrauchern im Haushalt.

Wie viel Strom verbraucht ein Durchlauferhitzer?

Ein elektrischer Durchlauferhitzer zieht zwischen 18 und 27 Kilowatt. Pro Dusche (5 Minuten) entstehen dabei 1,5–2,5 kWh – also 45–75 Cent. Wer täglich duscht, kommt schnell auf 200–300 Euro nur für Warmwasser per Strom. Für Familien mit Zentralheizung und Gas- oder Wärmepumpenversorgung wirkt das im Vergleich enorm.

Wie viel kostet der Betrieb einer elektrischen Heizung?

Ein 2.000-Watt-Heizgerät, täglich 8 Stunden in Betrieb: 4,8 kWh pro Tag, 144 kWh im Monat – also rund 43 Euro monatlich für ein einziges Gerät. Über eine Heizsaison von fünf Monaten wären das 215 Euro allein für das Beheizen eines Raums.

Sind Heizlüfter echte Stromfresser?

Ja, und zwar unterschätzter als man denkt. Nicht die Stunde Heizlüfter am Abend ist das Problem – es ist die Gewohnheit, ihn täglich oder sogar als Grundheizung zu nutzen. Dann summieren sich die Kosten schnell auf 50–100 Euro pro Monat. Als Überbrückung kurzzeitig okay, als Dauerlösung nicht empfehlenswert.

Wie viel Strom verbrauchen Unterhaltungsgeräte?

Fernseher, Spielkonsolen und PCs verbrauchen im aktiven Betrieb zusammen oft 200–500 kWh pro Jahr – je nach Nutzungsintensität und Gerätealter.

Wie viel Strom verbraucht ein Fernseher pro Tag?

Ein 55-Zoll-OLED-Gerät verbraucht beim Betrieb rund 80–130 Watt. Bei vier Stunden täglich sind das 120–190 kWh im Jahr – also 36–57 Euro. Ältere Plasma-Fernseher zogen teils dreimal so viel. Der Unterschied zwischen einem Gerät von 2012 und 2023 ist beim Fernseher besonders stark.

Verbrauchen Spielkonsolen viel Strom?

Die Playstation 5 zieht im Spielbetrieb bis zu 200 Watt – mehr als viele Fernseher. Wer täglich drei Stunden zockt, summiert das auf über 200 kWh im Jahr. Hinzu kommen Standby-Verluste, wenn die Konsole nicht vollständig abgeschaltet wird. Kleiner Tipp: Ruhezustand vollständig deaktivieren, wenn die Konsole länger nicht genutzt wird.

Wie hoch ist der Stromverbrauch von Desktop-PCs im Vergleich zu Laptops?

Ein Gaming-Desktop mit Grafikkarte läuft unter Last mit 300–600 Watt. Ein Laptop liegt bei 15–60 Watt. Bei gleicher Nutzungsdauer verbraucht der Desktop also das Fünf- bis Zehnfache. Wer kein spezifisches Leistungsprofil benötigt, fährt mit einem Laptop wirtschaftlich erheblich besser.

Wie viel Strom verbraucht ein WLAN-Router pro Jahr?

Zwischen 5 und 20 Watt, je nach Modell und WLAN-Generation. Bei Dauerbetrieb kommen so 44–175 kWh pro Jahr zusammen. Wer nachts den Router abschaltet (8 Stunden täglich), spart ein Drittel davon – ohne nennenswerte Einschränkung im Alltag.

Welche Beleuchtung verbraucht am meisten Strom?

Glühbirnen verbrauchen pro Lichtstrom das Fünf- bis Achtfache von LED-Lampen. Halogen liegt dazwischen, ist aber seit 2018 in der EU weitgehend verboten.

Lohnt sich der Wechsel von Halogen auf LED?

Absolut. Eine 50-Watt-Halogenlampe lässt sich durch eine 6-Watt-LED mit identischer Helligkeit ersetzen. Bei 4 Stunden Betrieb täglich und 30 Cent pro kWh spart eine einzige Lampe rund 6 Euro im Jahr. Bei zehn Halogenspots in der Wohnung sind das 60 Euro – plus die LED hält zehnmal länger.

Wie viel Strom sparen LED-Lampen wirklich?

LED-Lampen verbrauchen gegenüber klassischen Glühbirnen bis zu 80 % weniger Strom und gegenüber Halogen 60–70 % weniger. Die Amortisationszeit einer LED liegt – trotz höherem Anschaffungspreis – bei etwa sechs bis zwölf Monaten.

Welche Küchengeräte sind heimliche Stromfresser?

Wie viel Strom verbraucht eine Kaffeemaschine im Standby?

Viele Kaffeevollautomaten halten sich stundenlang warm – mit 10–30 Watt Standby-Leistung. Das klingt wenig, summiert sich aber bei dauerhaft eingeschaltetem Gerät auf 80–260 kWh im Jahr. Nach dem letzten Kaffee einfach ausschalten: spart Strom und verlängert die Lebensdauer.

Verbraucht ein Wasserkocher viel Strom?

Pro Kochvorgang verbraucht ein Wasserkocher etwa 0,1 kWh für einen Liter. Das ist pro Vorgang wenig – aber wer regelmäßig zu viel Wasser kocht, verschwendet täglich Energie. Nur die tatsächlich benötigte Menge kochen: simpel und wirksam.

Wie viel Strom verbraucht ein Elektroherd im Vergleich zu Gas?

Eine Herdplatte mit 2.000 Watt und einer Stunde täglicher Nutzung verbraucht rund 700 kWh im Jahr – das kostet etwa 210 Euro. Induktion ist effizienter als Keramik, da weniger Wärme verloren geht. Gas ist in der Umwandlungseffizienz beim Kochen noch immer konkurrenzfähig, aber bei steigenden Gaspreisen schrumpft der Kostenvorteil.

Was bedeuten die Energieeffizienzklassen bei Haushaltsgeräten?

Seit März 2021 gilt das neue EU-Energielabel mit Klassen A bis G. Die alten A+++, A++, A+-Klassen wurden abgeschafft und die Skala neu kalibriert.

Das alte Label hatte sich durch Klassen-Inflation überholt – fast alle Geräte trugen A+++ und dahinter lagen enorme Verbrauchsunterschiede. Das neue Label ermöglicht wieder echte Differenzierung. Klasse A ist aktuell kaum am Markt, Klasse B und C entsprechen oft den alten A+++ Geräten.

Welche Energieeffizienzklasse sollte ich beim Neukauf wählen?

Für Geräte mit vielen Betriebsstunden (Kühlschrank, Gefrierschrank, Waschmaschine) gilt: mindestens Klasse C, besser B oder A anstreben. Bei Geräten mit kurzer Nutzungszeit wie Toaster oder Wasserkocher ist die Effizienzklasse kaum relevant.

Wie viel Strom spare ich mit einem A-Gerät gegenüber E?

Bei Kühl-Gefrierkombinationen kann der Unterschied zwischen Klasse E und Klasse B bis zu 150 kWh pro Jahr ausmachen – das sind rund 45 Euro jährlich. Über zehn Jahre Betrieb: 450 Euro Differenz, die in die Amortisationsrechnung einfließen.

Was kostet mich der Stromverbrauch einzelner Geräte pro Jahr?

Wie berechne ich die Stromkosten meiner Geräte?

Die Formel ist simpel:

  1. Leistung (Watt) × Stunden pro Tag = Wattstunden pro Tag
  2. ÷ 1.000 = kWh pro Tag
  3. × 365 × Strompreis (€/kWh) = Jahreskosten

Beispiel: 100 Watt × 8 Stunden × 365 × 0,30 € = 87,60 € pro Jahr. Diese Rechnung macht den Unterschied zwischen abstrakten Wattzahlen und echten Eurobeträgen sichtbar.

Wie kann ich Stromfresser im Haushalt reduzieren?

Welche alten Geräte sollte ich austauschen?

Priorität haben Geräte mit langen Laufzeiten und hohem Alter: Kühlschränke über 12–15 Jahre, Gefrierschränke, Wäschetrockner (Kondensationsmodelle), Nachtspeicherheizungen. Bei diesen Geräten ist der Verbrauchsunterschied zwischen alt und neu am größten.

Ab wann lohnt sich der Austausch eines alten Kühlschranks?

Als Faustregel gilt: Wenn der Jahresverbrauch des alten Geräts mehr als 100 kWh über dem eines Neugeräts liegt – also etwa 30 Euro mehr pro Jahr –, amortisiert sich ein Neukauf ab 300 Euro innerhalb von zehn Jahren. Bei noch älteren Geräten oft schon in fünf Jahren.

Wie kann ich den Standby-Verbrauch eliminieren?

Schaltbare Steckdosenleisten sind die einfachste Lösung. Abends einmal ausschalten – und alle Geräte im Wohnzimmer oder Arbeitszimmer haben null Standby-Verbrauch. Smart-Home-Steckdosen mit Zeitprogramm machen das automatisch.

Helfen schaltbare Steckdosenleisten beim Stromsparen?

Ja, messbar. Wer fünf Geräte mit je 5 Watt Standby über eine schaltbare Leiste nachts 8 Stunden abschaltet, spart täglich 0,2 kWh – im Jahr 73 kWh, also rund 22 Euro. Für eine 8-Euro-Leiste ist das ein respektables Ergebnis.

Welche Verhaltensänderungen senken den Stromverbrauch?

  1. Wäsche bei 30°C statt 60°C waschen
  2. Backofen nicht vorheizen (bei den meisten Rezepten unnötig)
  3. Kühlschrank regelmäßig abtauen und Dichtungen prüfen
  4. Deckel beim Kochen auflegen (spart bis zu 30 % Energie am Herd)
  5. Geräte vollständig ausschalten statt Standby zu nutzen

Sollte ich den Kühlschrank immer voll beladen?

Ein gut gefüllter Kühlschrank hält die Temperatur stabiler – die Masse der Lebensmittel fungiert als Kältespeicher. Aber: zu vollgestopft bedeutet schlechte Luftzirkulation und höherer Energiebedarf. Die ideale Füllmenge liegt bei etwa zwei Drittel der Kapazität.

Welche Smart-Home-Lösungen helfen gegen Stromfresser?

Intelligente Steckdosen mit Messfunktion, automatischen Zeitprogrammen und App-Steuerung ermöglichen die Kombination aus Kontrolle und Komfort.

Können intelligente Steckdosen den Verbrauch senken?

Definitiv – vor allem durch das Automatisieren von Abschaltzeiten. Smarte Steckdosen von Anbieten wie TP-Link (Kasa), FRITZ!DECT oder Shelly messen gleichzeitig den Verbrauch und erlauben Zeitpläne. Wer seinen Router nachts automatisch abschaltet oder die Standby-Leiste des Heimkinos um 23 Uhr trennt, spart dauerhaft ohne bewusste Handlung.

Welche Apps zeigen mir meinen Energieverbrauch?

Neben Hersteller-Apps der Steckdosen bieten manche Energieversorger eigene Monitoring-Apps an (z.B. eon Drive, Vattenfall App). Für Smart Meter mit SMGW-Anbindung gibt es standardisierte Auslesemöglichkeiten. Einfacher und ohne Hardware-Investition: die manuelle Zählerstandserfassung über Apps wie „Ableser“ oder direkt über das Kundenportal des Versorgers.

Wie viel kann ich durch das Eliminieren von Stromfressern sparen?

Wie hoch ist das Einsparpotenzial in einem durchschnittlichen Haushalt?

Konservativ geschätzt lassen sich in einem typischen 3-Personen-Haushalt durch Verhaltensänderungen und gezielte Gerätewechsel 300–600 kWh pro Jahr einsparen. Das entspricht 90–180 Euro jährlich – ohne Komforteinbußen, wenn man es strukturiert angeht.

Was bringen mir 100 kWh Einsparung pro Jahr in Euro?

Bei 30 Cent pro kWh sind 100 kWh genau 30 Euro im Jahr. Das klingt nach wenig – aber wer an fünf Stellschrauben gleichzeitig dreht, landet schnell bei 500 kWh Einsparung und damit 150 Euro jährlich.

Welche Fördermittel gibt es für energieeffiziente Geräte?

Direkte Bundesförderung für einzelne Haushaltsgeräte gibt es aktuell nicht. Allerdings bieten einige Kommunen und Stadtwerke Prämien für die Abgabe alter Geräte beim Kauf effizienter Neuerungen an. Wärmepumpen werden über die Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) bezuschusst. Es lohnt sich, beim lokalen Energieversorger nachzufragen – die Programme wechseln regelmäßig.

Häufige Fragen zu Stromfressern im Haushalt

Was ist der größte Stromfresser in einem normalen Haushalt?

In den meisten Haushalten sind elektrische Heizgeräte oder alte Kühlschränke der größte Posten. Dauerbetrieb über viele Stunden täglich macht selbst geringe Wattangaben auf Jahressicht teuer.

Lohnt sich ein Strommessgerät wirklich?

Ja, fast immer. Ein Strommessgerät für 15–20 Euro macht versteckte Verbraucher sichtbar. Wer damit einen Stromfresser entlarvt und abschaltet, hat die Investition in wenigen Wochen ausgeglichen.

Wie viel Strom verbraucht ein Haushalt im Schlaf?

Durchschnittlich 150–300 Watt Grundlast laufen nachts im Haushalt – Router, Kühlschrank, Standby-Geräte. Das summiert sich auf 1–2 kWh pro Nacht oder bis zu 600 kWh im Jahr, nur im Leerlauf.

Wann lohnt sich der Kauf eines Wärmepumpentrockners?

Bei wöchentlich drei oder mehr Trocknungsvorgängen amortisiert sich ein Wärmepumpentrockner gegenüber einem Kondensationstrockner typischerweise nach vier bis sieben Jahren – durch deutlich niedrigeren kWh-Verbrauch pro Zyklus.

Kann ich meinen Stromverbrauch ohne teure Investitionen senken?

Ja. Geräte vollständig ausschalten, Wäsche bei 30°C waschen, Backofen nicht vorheizen und den Router nachts abschalten: Das allein kann 100–200 kWh im Jahr sparen – ohne einen Cent für neue Geräte auszugeben.

Stromfresser im Haushalt sind kein Schicksal – sie sind identifizierbar, messbar und in den meisten Fällen vermeidbar. Wer einmal systematisch misst, statt zu schätzen, wird feststellen, dass die wirklichen Kostentreiber selten die Geräte sind, die man im Verdacht hatte. Ein alter Kühlschrank im Keller, ein Receiver im Dauerbetrieb, zehn Halogenstrahler im Wohnzimmer: Zusammen summieren sich diese Posten auf Beträge, die sich mit überschaubarem Aufwand deutlich reduzieren lassen. Der erste Schritt kostet 15 Euro und fünf Minuten – ein Strommessgerät und die Bereitschaft, ehrlich hinzuschauen.

Peter Mälzer
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